• Frank Waible

Vertrauen ist die Basis, damit Veränderung nachhaltig umgesetzt wird!

Aktualisiert: Mai 2

Es gibt zwei Arten von Veränderung, die selbst gewollte Veränderung oder die fremdgesteuerte Veränderung von außen. Die zweite ist meist die unangenehmere für Menschen, da sie uns aus unserem gewohnten Leben, aus unserer Komfortzone raus drängt. Sie zeigt sich in unterschiedlicher Art: Angst, Verlust, Unsicherheit, Trauer, Ärger, Wut, Unverständnis oder Sorge, um nur einige zu nennen.

Trust - Rita E auf Pixabay

Und, was hat das jetzt mit Vertrauen zu tun? Nun, wenn eine Veränderung in meinem direkten Arbeitsumfeld Auswirkungen hat, spielt Vertrauen gegenüber der Firma, dem Management, meiner Führungskraft eine sehr große Rolle. Denn wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass alles ehrlich, transparent und respektvoll abläuft, wird die Veränderung besser umgesetzt, als wenn ich gegenteilige Erfahrungen gemacht habe. Studien belegen, dass vertrauensvolles Verhalten von Führungskräften das Vertrauen von Mitarbeitern in sie steigert (Pablo Cardona, Aitziber Elola, Trust in Management, 2003)


Wie entsteht nun Vertrauen?

Dazu greife ich auf die 7 Verhaltensweisen von Franklin Corvey zurück:

Diese Verhaltensweisen kommen aus den vier Kernattributen der Glaubwürdigkeit. Sie sind verwurzelt in fundamentalen Prinzipien des "Beziehungs-Vertrauens". Jeder kann diese Verhaltensweisen umsetzen und sie sind universell angemessen. Wie ich mich verhalte, zahlt positive oder negative auf mein greifbares Vertrauenskonto ein. Jede Beziehung hat ein Vertrauenskonto für jede Person in ihr; jedes Konto listet das gesamte Vertrauen auf, das jede Person in jeder Beziehung empfindet.


Diese folgenden Aspekte zahlen auf das Vertrauenskonto ein:


1. Reden Sie geradeheraus und konfrontieren Sie mit der Realität – Sagen Sie in Ich-Botschaften, was Sie meinen; reden Sie nicht um den heißen Brei herum, schmeicheln Sie nicht und sein Sie eindeutig. Eine Studie besagt, dass die meisten Mitarbeiter denken, Chefs kommunizieren unehrlich.


2. Zeigen Sie Respekt - Zum Beispiel Personen namentlich erwähnen, die die Arbeit gemacht haben, zeugt von Respekt. Es sind oft die kleinen Dinge, die Respekt und Wertschätzung ausdrücken. Seien Sie besonders respektvoll gegenüber denen, die Ihnen nicht helfen können, das zu bekommen, was Sie wollen.


3. Transparenz schaffen –Transparent heißt ehrlich und authentisch sein. Erzählen Sie ehrlich, was Sie sagen können und sagen dürfen und auch, was Sie nicht sagen können und selbst noch nicht wissen.


4. Richtige Fehler - Wenn Sie einmal das Vertrauen brechen, dann reparieren Sie den Schaden! Stellen Sie sicher, dass die Menschen wissen, dass Sie wirklich versuchen es wieder gut zu machen; entschuldigen Sie sich dafür. Und: Vergeben Sie auch anderen und sei en Sie bescheiden.


5. Zeigen Sie Loyalität - Geben Sie anderen Anerkennung für das, was sie getan haben, und zwar sowohl im 1zu1 als auch vor anderen bzw. im Team.


6. Erwartungen klären - Zu Hause oder bei der Arbeit können unklare Erwartungen das Vertrauen zerstören. Eine Partei glaubt bspw., dass sie die Erwartungen erfüllt, während die andere Partei ganz anderer Meinung sein kann. Um das zu vermeiden, müssen die Erwartungen aller Beteiligten kristallklar geklärt werden.


7. Zuerst zuhören – „Wenn Du sprichst dann bin ich still, weil ich dich verstehen will.“ Zuhören demonstriert Respekt und liefert das Wissen, das Sie benötigen, um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen.


8. Verpflichtungen einhalten - Je mehr Verpflichtungen Sie eingehen und einhalten, desto mehr Vertrauen bauen Sie auf, d.h. den Worten müssen auch Taten folgen.

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